Familienbuch Euregio

Julius Winter
* 08.05.1879 jd Korschenbroich    + 09.05.1958 Springfield / MA
[Geschichtswerkstatt] Julius Winter, *08.05.1879 Korschenbroich, wohnhaft in Korschenbroich, Steinstraße 4; deportiert am 11.12.1941 von Düsseldorf nach Riga, überlebte; Emigration in die USA; +10.05.1958 Springfield; Sohn von Bernhard Winter und Friederika Baum 
[Familienforschung] Sarel Sadan, 2011 bei geni.com: Julius Winter, *8.5.1879, +10.5.1958 USA; Ehemann von Henriette Schwarz, Fanny Schwarz und NN NN; Sohn von Bernhard Winter und Frederica Baum 
[IGI] New York Passenger List, 1950, Julius Winter, 71 Jahre (*1879R), alleinstehend (single), staatenlos, Reise mit der "Mauretania", Abfahrt am 25.07.1950 von Southampton, Ankunft am 31.07.1950 in New York, Zieladresse: 86 Norman Str, Springfield, 4, Massachusetts 
[IGI] Find A Grave Index, 2015: Julius Winter, *08.05.1879, +09.05.1958 West Springfield, Hampden, Massachusetts; beigesetzt auf dem Kodimoh Cemetery
2 Heiraten:
∞  25.06.1908   Henriette Schwarz

∞  Fanny Schwarz
Eltern: Bernhard Winter und Friederica Baum
Fanny Schwarz
* 30.12.1875 jd Korschenbroich    + 1943 Auschwitz
[IGI] [Geburtsurkunde] Korschenbroich, Sara Fanny Schwarz, *30.12.1875, Tochter von Levy Schwarz, 40 Jahre alt, und Friederica Marks, 35 Jahre alt 
[YadVashem] Sarah Fanny Winter geb. Schwarz, *30.12.1875 Korschenbroich, wohnhaft in Korschenbroich, während des Krieges in Riga; deportiert von Riga; Tochter von Levy Schwarz und Frederike Schwarz; verheiratet mit Julius Winter; Gedenkblatt eingereicht von ihrem Neffen Rabbi Joseph Schwarz, Benton Harbor, USA, 1979 
[YadVashem] Fanny Winter geb. Schwarz, *30.12.1875 Korschenbroich, wohnhaft in Korschenbroich; am 10.12.1941 deportiert nach Riga, von dort am 2.11.1943 nach Auschwitz; Tochter von Levi Schwarz und Frederika Marx; Gedenkblatt eingereicht von ihrem Stiefsohn Alfred Winter, Norwalk, USA, 1989 (Fanny Schwarz ist Schwester seiner Mutter.) 
Opfer der Shoa
Eltern: Levi Schwarz und Friederica Marx
Link: Yad Vashem: Foto von Fanny Winter geb. Schwarz
Julius Winter
* 08.05.1879 jd Korschenbroich    + 09.05.1958 Springfield / MA
[Geschichtswerkstatt] Julius Winter, *08.05.1879 Korschenbroich, wohnhaft in Korschenbroich, Steinstraße 4; deportiert am 11.12.1941 von Düsseldorf nach Riga, überlebte; Emigration in die USA; +10.05.1958 Springfield; Sohn von Bernhard Winter und Friederika Baum 
[Familienforschung] Sarel Sadan, 2011 bei geni.com: Julius Winter, *8.5.1879, +10.5.1958 USA; Ehemann von Henriette Schwarz, Fanny Schwarz und NN NN; Sohn von Bernhard Winter und Frederica Baum 
[IGI] New York Passenger List, 1950, Julius Winter, 71 Jahre (*1879R), alleinstehend (single), staatenlos, Reise mit der "Mauretania", Abfahrt am 25.07.1950 von Southampton, Ankunft am 31.07.1950 in New York, Zieladresse: 86 Norman Str, Springfield, 4, Massachusetts 
[IGI] Find A Grave Index, 2015: Julius Winter, *08.05.1879, +09.05.1958 West Springfield, Hampden, Massachusetts; beigesetzt auf dem Kodimoh Cemetery
2 Heiraten:
∞  25.06.1908   Henriette Schwarz

∞  Fanny Schwarz
Eltern: Bernhard Winter und Friederica Baum
Henriette Schwarz
* 14.05.1879 jd Korschenbroich    + 03.02.1925 Korschenbroich
Gent bat Jehuda 
[Epidat] Digitale Edition [Grabstein] Jüdischer Friedhof Korschenbroich, N° 36, hebräischer Text: »Hier ist begraben Zierde des Hauses, Gent, Tochter des Jehuda, gestorben 9. Schwat 685. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.« - deutscher Text: »Henriette Winter geb. Schwarz, geb. 14. Mai 1879, gest. 3. Febr. 1925.«
Eltern: Levi Schwarz und Friederica Marx
Link: Steinheim-Institut: Grabstein-Epigraph von Henriette Winter geb. Schwarz
  25.06.1908 Korschenbroich
[Stammbuch] Cohnen-Winter ausgestellt am 22.6.1960 Korschenbroich, Eheschließung der Eltern der Frau am 25.6.1908 Korschenbroich, Nr. 11/1908 
[MessmannMichaele] Verzeichnis der in der Gemeinde Korschenbroich ansässigen jüdischen Einwohner von 1930, Korschenbroich, Steinstraße 4, Julius Winter, Viehhändler, *8.5.1879, Fanny Winter geb. Schwarz, Ehefrau, *30.10.1875, Grete Winter, Kontoristin, *19.3.1909, Kurt Winter, Kaufm. Angestellter, *14.10.1913, Bruno Winter, Dvhülrt, *19.2.1915, Erich Winter, Schüler, 5.7.1918, Alfred Winter, Schüler, *5.7.1918, Herbert Winter, Schüler, *17.3.1922 
6 Kinder
Grete Winter
* 19.03.1909 jd Korschenbroich    + 08.08.2008 Los Angeles
[Stammbuch] Cohnen-Winter ausgestellt am 22.6.1960 Korschenbroich, ihre Heirat 1939, Grete Winter, *19.3.1909 Korschenbroich, wohnhaft in Korschenbroich, Steinstraße 4, Tochter von Julius Winter und Henriette Schwarz 
[ShermanZander] S.31, Deportation am 11.12.1941 von Düsseldorf nach Riga: die Schwiegereltern Julius und Fanny Winter, Schwägerin Grete mit ihrem Mann Alfred Cohnen, Alfred und Herbert Winter, Kurt und Hilde. 
[Korschenbroich] Band 4, Seite 188, Grete Winter, Tochter von Julius Winter und Henriette Schwarz, wählte mit ihrem mann Alfred Cohnen die Dominikanische Republik als neue Heimat, wohin Familienmitglieder von Alfred aus Neuss im Jahr 1939 ausgewandert waren. Nachdem im November 1947 ihre Tochter Ruth noch in Europa geboren worden war, übersiedelte die Familie wahrscheinlich 1948 in die Karibik.
∞ Korschenbroich mit Alfred Cohnen
Kurt Winter
* 14.10.1912 jd Korschenbroich    + 27.04.1942 Salaspils
Beruf: Vertriebsbeauftragter (Salesman) 
[ShermanZander] S.20, Mit den Winters verband uns eine enge Freundschaft. Ende Februar (1940) lernte ich ihren ältesten Sohn Kurt kennen, der eben aus dem KZ Oranienburg entlassen worden war. (...) Über ihre Erlebnisse im KZ sprachen sie kein Wort. Sie hatten bei ihrer Entlassung eine Erklärung unterschreiben müssen, dass sie strengstes Stillschweigen wahren würden, anderenfalls würden sie sofort wieder eingesperrt werden. Erst viel später, als ich mit Kurt Winter schon sehr befreundet war, erzählte er mir einzelne Episoden aus dem KZ. Es fiel mir unendlich schwer, das alles zu fassen und zu verarbeiten. Aber dann hörte man: Der ist verstorben, (...) und alle an derselben KZ-Krankheit: »Lungenentzündung«. 
[ShermanZander] S.57, (Sein Bruder) Alfred erzählte uns nachher, dass sie in Salaspils Einzelgräber russischer Kriegsgefangener öffnen mussten, um die Leichen in Massengräber umzubetten. Ohne jegliche Schutzkleidung. Dann setzte Tauwetter ein. Alle hatten offene Frostbeulen an Händen und Füßen und infizierten sich an Leichengift. Tetanusinjektionen gab es nicht. Kurt erkrankte am 24. April (1942). Er bekam hohes Fieber, Delirium, Starrkrampf, Lähmung folgte. Er starb am Morgengrauen des 27. April. - Unter einer großen Tanne wurde er heimlich mit einem Kaddisch beerdigt. 
[Gedenkbuch] Kurt Winter, *14.10.1912 Korschenbroich, wohnhaft in Korschenbroich und Attendorn; Inhaftierung bis zum 20.1.1939 in Sachsenhausen; Deportation am 11.12.1941 ab Düsseldorf nach Riga; umgekommen am 27.4.1942 in Riga-Salaspils 
[YadVashem] Kurt Winter, *14.12.1912 Düsseldorf; wohnhaft in Düsseldorf, während des Krieges in Riga; umgekommen am 27.4.1942 in Salaspils; Sohn von Julius und Henriette; verheiratet mit Hilde Zander; Gedenkblatt eingereicht von seiner Witwe Hilde Sherman, Bogota, Columbia, 1970 
[YadVashem] Kurt Winter, *14.12.1912 Korschenbroich, Salesman, wohnhaft in Korschenbroich; verstorben an einer Tetanus Infektion am 27.4.1942 in Salaspils; Sohn von Julius Winter und Henriette Schwarz; Gedenkblatt eingereicht von seinem Bruder Alfred Winter, Norwalk, USA, 1989 
Opfer der Shoa
∞ Korschenbroich mit Hilde Zander
Link: Yad Vashem: Foto von Kurt Winter
Link: Wikipedia: Salaspils
Bruno Winter
* 19.02.1915 jd Korschenbroich    + 24.12.2010 Hampden
[MessmannMichaele] Verzeichnis der in der Gemeinde Korschenbroich ansässigen jüdischen Einwohner von 1930, Korschenbroich, Steinstraße 4, Bruno Winter, *19.02.1915, Schüler 
[Korschenbroich] Band 4, Seite 177, Auch der am 19.2.1915 geborene Bruno (Winter) verließ Deutschland rechtzeitig in Richtung Chile. Allerdings ist über seine Emigration und sein weitres Leben nur wenig bekannt. Es ist gut möglich, dass Bruno winter nach Chile ging, um dort das Terrain für den zunächst in Korschenbroich ausharrenden Rest der Familie zu sondieren. Die plante, so lässt sich zeitgenössischen Schriftstücken der Korschenbroicher Verwaltung entnehmen, durch das Novemberpogrom auch der letzten illusionen beraubt, spätestens seit 1938 die auswanderung, wobei die Wahl auf Chile gefallen war. Auch im Wiedergutmachungsverfahren nach kriegsende hieß es, dass Familie winter die Ausreise nach Chile beabsichtigt habe, wo Sohn Bruno zu diesem Zweck zuvor ein "Langut" gekauft habe. 
[Korschenbroich] Band 4, Seite 189, Bruno Winter, Sohn von Julius Winter und Henriette Schwarz, lebte 1967 noch in Santiago de Chile, wohin er in den 1930er Jahren ausgewandert war und zwischen 1951 und 1957 mit seiner Frau 3 Kinder, Erika, Julio und Maritza, bekam. Später zog auch er offenbar zu Bruder Alfred, denn 1998 wohnte er in Springfield. 
[IGI] United States Social Security Death Index, Bruno Winter, *19.02.1915, gestorben 24.12.2010 Hampden, Massachusetts
Alfred Winter
* 05.07.1918 jd Korschenbroich    + 16.10.2001 Norwalk CT
[MessmannMichaele] Verzeichnis der in der Gemeinde Korschenbroich ansässigen jüdischen Einwohner von 1930, Korschenbroich, Steinstraße 4, Alfred Winter, *05.07.1918, Schüler 
[ShermanZander] S.57, In den ersten Tagen des Mai (1942) wurde eine kleine Gruppe Schwerkranker von Salaspils ins Ghetto (Riga) gebracht. Alfred Winter, mein Schwager, war dabei. Die Kranken lagen streng isoliert in Quarantäne. Durch die Doppelfenster sahen wir die ausgemergelten Gestalten gelegentlich herumwanken. Sie schienen nur aus Augen und Knochen zu bestehen. (...) Alfred hatte dieselben Krankheitssymptone (wie Kurt). Aber er überlebte. 
[Schagen] Alfred Winter verfaßte 1985 einen Bericht über seine Erlebnisee in der Zeit von 1941 bis 1945 mit dem Titel: Ein Alptraum ohne Ende. Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung. Schreibmaschinenskript, 48 Seiten, als Fotokopie 2015 erhalten von Wolfgang Skiba. 
[Korschenbroich] Band 4, Seite 188, Alfred Winter, Sohn von Julius Winter und Henriette Schwarz, nahm von Juli bis Oktober 1947 als zeuge am so genannten Einsatzgruppen-Prozess im Rahmen der "Nürnberger Prozesse" teil. Hier lernte er seine am 8. November 1919 in Rommerskirchen geborene spätere Frau Grete Wolf kennen. Mit ihr wanderte er 1947 nach Schweden aus. Dort traf er endlich wieder mit den übrigen überlebenden Familienmitgliedern zusammen. Nachdem sie 1948 geheiratet hatten, emigrierten Alfred und Grete Winter 1949 nach Chicopee in Massachusetts (USA), wo Grete am 14.12.1974 starb. 1981 zog Alfred Winter nach Connecticut und heiratete Edith Rosen, eine 1920 geborene Mönchengladbacherin und wie er Riga-Überlebende. Alfred Winter, der in den 1970er Jahren noch einmal zu einem Besuch in seinen Geburtsort zurückkehrte, starb am 16.10.2001. 
Alfred Winter, Norwalk, USA, hat 1989 das Gedenkblatt zu seiner Stiefmutter Fanny Winter geb. Schwarz bei der Gedenkstätte Yad Vashem eingereicht. Fanny Schwarz ist Schwester seiner Mutter. 
[IGI] US Social Security Death Index, Alfred Winter, *5.7.1918, Versicherungsbeginn in Massachusetts, gest. am 16.10.2001 in Norwalk, Fairfield, Connecticut 06850
mit Grete Wolf
mit Edith Rosen
Link: Wikipedia: Salaspils
Erich Winter
* 05.07.1918 jd Korschenbroich    + 10.03.1945
[MessmannMichaele] Verzeichnis der in der Gemeinde Korschenbroich ansässigen jüdischen Einwohner von 1930, Korschenbroich, Steinstraße 4, Erich Winter, *05.07.1918, Schüler 
[Korschenbroich] Band 4, Seite 177, Der am 5.7.1918 geborene Erich, der Zwillingsbruder von Alfred Winter, ließ sioch im Jahr 1936 von der französischen Fremdenlegion anweben. Er verlor als Mitglied des französischen Armee bei deren Kämpfen gegen Japan am 10.3.1845 in Indochina sein Leben. 
Opfer der Kriege
Herbert Winter
* Korschenbroich    + 30.05.2015 Los Angeles
mit Lea Kazuch

 
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